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Botox gegen Migräne

Als Schönheitsmittel hat es längst seinen Siegeszug errungen - nun steht Botox eine neue Karriere ins Haus:

Arzneimittel gegen Migräne

Migräne, das sind stark pulsierende Kopfschmerzen, die anfallartig und halbseitig auftreten. Mit einher gehen Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Etwa 30% der Bevölkerung, mehrheitlich Frauen, leiden regelmäßig, bis zu 16 Tage im Monat, unter dieser extremen Form von Schmerzen.

Hilfe kommt aus Amerika. US-Wissenschaftler haben vor einigen Jahren eine zufällige Entdeckung gemacht: Bei der Anti-Falten-Behandlung mit dem bekannten Schönheitspräparat Botox stellten sie eine positive Begleiterscheinung fest. Die Migränepatienten unter den Schönheitswilligen hatten weniger Kopfschmerzen. Eine deutliche Besserung des Krankheitsbildes stellte sich ein.

Was sind die Auslöser von Migräne?

Chronische täglich auftretende Kopfschmerzen (Chronic Daily Headaches - CDH) und Migräne sind komplexe Krankheitsbilder, die diverse Ursachen haben. Es gibt eine Vielzahl von Auslösern (Trigger), die zu Migräneattacken führen. Migräne kann genetisch oder hormonell (Menstruation/Schwangerschaft) bedingt sein. Bestimmte Lebensmittel oder Genussmittel können Ursache für einen Migräneanfall sein, z. B. Alkohol und Nikotin. Schlafmangel, starke körperliche Beanspruchung und Stress können Migräne hervorrufen. Menschen mit ausgeprägter Wetterfühligkeit reagieren häufig mit quälenden Kopfschmerzen. Auch Reizüberflutungen durch Computer und Fernsehen, flackerndes, grelles Licht und Mineralstoff- und Flüssigkeitsmangel gehören zu den auslösenden Faktoren.

Wie wirkt Botox gegen Migräne?

Das Nervengift Botulinum-Toxin hemmt die Erregungsübertragung von den Nervenzellen zum Muskel. Will man die unwillkürlichen Bewegungen bestimmter Muskeln schwächen, injiziert man das Präparat in diesen Muskel. Dadurch wird die Nerv-Muskel-Übertragung blockiert und die Bewegungsstörung wird nicht an den Muskel weitergegeben.

Wird Botox also in geringen Mengen in einen Muskel gespritzt, wirkt es gezielt auf die Nervenimpulse und bewirkt eine vorübergehende Entspannung der Muskeltätigkeit. Botox-Injektionen in die Kopf-Druckpunkte und die Nackenmuskulatur können zur Linderung der Kopfschmerzen bis hin zur vollständigen Schmerzfreiheit führen. Die Behandlung eignet sich für Patienten, bei denen herkömmliche Therapiemethoden, Medikamente oder Entspannungsübungen keine oder eine nur unzureichende Wirkung zeigen. Grundvoraussetzung ist, dass die Schmerzen ganz oder teilweise auf Muskelverspannungen zurückgeführt werden können.

Die Botox-Therapie eignet sich als prophylaktische Behandlungsmethode gegen CDH und Migräne. Die Wirksamkeit hält einige Monate vor. Wurden die gewünschten Ergebnisse erzielt, kann die Applikation wiederholt werden.

Risiken und Nebenwirkungen

Allergische Reaktionen sind nicht bekannt. Sonstige Risiken und Nebenwirkungen sind bei der Anwendung durch einen erfahrenen Arzt nahezu auszuschließen. Bei einigen Menschen bleibt die Wirkung allerdings aus. Sie besitzen oder bilden Antikörper gegen Botox. Die Kosten der Behandlung werden von den Krankenkassen nicht übernommen.

Es ist in jedem Fall ratsam, im Vorfeld eine genaue Diagnostik vornehmen zu lassen, um den geeigneten Behandlungsweg zu wählen.

Klassifizierung

Neben den primären Kopfschmerzen wie CDH und Migräne gibt es auch die Gruppe der sekundären Kopfschmerzen. Während bei den ersteren der Schmerz selbst die Erkrankung ist, weisen die sekundären oder symptomatischen Kopfschmerzen auf eine andere Erkrankung hin. Symptomatische Kopfschmerzen können z. B. Anzeichen für eine Hirnhautentzündung oder eine Stirn- und Nasennebenhöhlenvereiterung sein. Unser Focus liegt auf den primären Kopfschmerzen.

Hintergrundinformationen

Seit Jahren beschäftigen sich Wissenschaftler mit der Frage, ob und - wenn ja - warum Botulinumtoxin gegen chronischen Kopfschmerz und gegen Migräne wirkt. Offenbar spielt bei der erfolgreichen Applikation der veränderte Gefäßtonus eine Rolle und das Toxin hilft durch seine entspannende Wirkung.

Eine Studie des amerikanischen Neurologen Stephen D. Silberstein zeigt, dass die Zahl der Kopfschmerztage der Probanden nachweislich reduziert wurde, wenn sie alle drei Monate eine Botulinumtoxin-Injektion erhielten. Er stellte auch fest, dass die durchschnittliche Schmerzintensität abnahm und Begleiterscheinungen wie Erbrechen zurückgingen. Schwerwiegende Nebenwirkungen konnten nicht beobachtet werden.

Der US-Medizintechnikkonzern Allergan Inc., die Herstellerfirma von Botox®, hat positive Daten einer klinischen Studie veröffentlicht. Im Rahmen von zwei klinischen Phase-III-Studien habe sich gezeigt, dass sich BOTOX als prophylaktische Behandlung von Erwachsenen bei chronischer Migräne eignet. Im Rahmen der klinischen Studien wurde festgestellt, dass es zu einer statistisch signifikanten Reduktion der Migräne-Tage bei den jeweils mit BOTOX behandelten Patienten kam.

Eine neue, groß angelegte Studie, an der auch das Essener Kopfschmerzzentrum teilgenommen hat, stellte fest: Botulinum-Toxin in Stirn, Schläfen, Nacken und Schultern der Patienten injiziert, wirkt bei chronischer Migräne.


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